„Es ist Utopie zu denken, der Schwangerschaftsabbruch passiert nicht, wenn er verboten ist“

Hinter einem Schaufenster liegen graue Stricknadeln. Sie sind dünn, lang und unauffällig. Das „perfekte“ Werkzeug, um illegale Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen. Zumindest wenn man mehr als 40 Jahre zurückgeht.

Wir treffen Bianca Burger im Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch (MVUS), das 2003 von DDr. Christian Fiala gegründet wurde. Sie führt uns durch die Räume, denn wir wollen heute alles über die Geschichte des Schwangerschaftsabbruchs erfahren.

Die Führung startet bei einer Liste über Kindertodesfälle in Jennersdorf. Sie ist deshalb besonders, weil in diesem Jahr in diesem Bezirk mehr Kinder gestorben als auf die Welt gekommen sind. Anhand der Liste erklärt uns Burger den Beruf der Engelsmacher*innen, denn es war nicht unüblich, bei einer ungewollten Schwangerschaft das Kind heimlich auszutragen und bei Engelsmacher*innen abzugeben, wo es wenige Wochen darauf sterben sollte.

Wer denkt, hier stößt man auf Bilder mit blutenden Frauen oder Kindern oder andere Horrorbilder, der täuscht sich. Hier findet Aufklärung und Information statt.

Dieser Podcast ist Teil des iu-Schwerpunktthemas Feminismus.

von Karina Krenn

Musik in den Podcasts: Keshco (FMA)

Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch
Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch 2
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