„Frauen leiden unter einer starken patriarchalen Hierarchie“

Emina Saric forscht aktuell zum Thema „Strukturelle Gewalt gegen Frauen am Balkan“. In Graz leitet sie das Projekt Heroes, dass junge Männer als Botschafter ausbildet, die dann gegen Unterdrückung und Gewalt an Frauen im Namen der Ehre in Schulen aufklären. Die eigenen Werte ständig zu hinterfragen, sowohl als Gesellschaft im Miteinander als auch als Individuum ist für sie eine klare Maßnahme, um in einer Gesellschaft zusammen zu leben, in der die Werte und Traditionen unterschiedlich sein können. 

Dass Frauen in Österreich nicht gleichberechtigt sind, ist ihrer Meinung eine Folge des strukturellen Patriacharts. Vor allem in kollektivistischen Gesellschaften sei dieses strukturelle Patriachart besonders ausgeprägt. Warum sie auch Karoline Edtstadler in einigen Punkten Recht gibt, erzählt sie im Interview.

von Karina Krenn, gesprochen von Paula Kolb

Akkordeon Inhalt

Zu Jahresbeginn 2016 lebten über 812.000 im Ausland geborene Frauen in Österreich, das entsprach 18,4% der weiblichen Gesamtbevölkerung. 48,5% dieser Frauen kamen aus dem EU-Raum und der Schweiz, 51,5% wurden in einem Drittstaat geboren. Die häufigsten Geburtsstaaten waren hier: Bosnien und Herzegowina, die Türkei, Serbien und Rumänien.

Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit sind im Vergleich zu Österreicherinnen sowohl im höchsten als auch im niedrigsten Bildungsniveau überrepräsentiert. Im Durchschnitt sind Frauen, die im Ausland geboren wurden, häufiger arbeitslos als Österreicherinnen und bekommen im Durchschnitt mehr Kinder.

Zwischen Jänner und November vergangenen Jahres sind 41 Frauen ermordet worden, die Täter waren meist Familienangehörige oder (Ex-) Partner. 2019 sind bereits 7 Frauen Opfer ihrer (Ex-) Männer geworden (Stand: 14.2.2019). Seit drei Jahren steigt die Mordrate an. Die Gründe für die Morde waren meist Eifersucht oder Rache. Der Falter legt in einer Statistik offen, dass die Anzahl ausländischer Täter überproportional zu jener von Österreichern steht. 

Staatssekretärin Karoline Edtstadler sagt „Im Zentrum“, dass Gewalt an Frauen ein miteingeführtes Problem von Migranten aus patriarchalen Strukturen sei und gewisse Wertehaltungen nach Österreich importiert werden.

Musik in den Podcasts: Ketsa – Inspired (FMA)

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