„Sprache als Schlüssel zur Integration? Nein. Da braucht es mehr“

Die Kultur wird über Sprache vermittelt, aber die Bedeutung, die Feinheiten und auch das Gefühl des Willkommenseins, da braucht es mehr zur Integration als Sprache allein, findet Ruth Wodak. Sie ist Sprachwissenschaftlerin derzeit Fellow beim Institut für die Wissenschaft vom Menschen in Wien. Sie forscht unter anderem im Bereich der politischen Rhetorik, 2016 hat sie ein Buch mit dem Titel „Die Politik der Angst“ veröffentlicht.

Wir sprechen über das politische Framing, über Sprachbilder und -muster, die bewirken, dass sich Menschen auf alte Geschichten berufen ohne sie in Frage zu stellen. Dies trägt dazu bei, dass Stereotype gebildet und ständig verfestigt werden. Sie fordert, dass es Bilder und Sichtweisen hinterfragt werden und sieht da auch die Medien in der Verantwortung. Und sie spricht noch ein weiteres Detail an: „Wem dient diese Aussage?“

Wie ein bestimmtes Weltbild aufgebrochen werden kann, erzählt sie im Gespräch.

von Karina Krenn, gesprochen von Paula Kolb

Akkordeon Inhalt

2011/12 sind 26% der Kinder in Kinderbetreuungseinrichtungen aus nicht-deutschsprachigen Familien. Dieser Anteil stieg bis 2016/17 auf 32%. Die Sprachstandbeobachtung 2016 zeigte, dass 65% der 3-6-jährigen Kinder am Beginn des Kindergartenjahres ein altersgemäßes Deutsch sprachen und 35% Sprachförderungen brauchten. 

In Österreich werden rund 250 Sprachen gesprochen. Zu den meist gesprochenen Sprachen neben Deutsch gehören: Serbo-Kroatisch, Türkisch, Englisch, Ungarisch, Polnisch und Albanisch. Als Amtssprachen gelten in Österreich neben Deutsch auch noch: Ungarisch, Slowenisch und Burgenland-Kroatisch. 

Musik in den Podcasts: Ketsa – Inspired (FMA)

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